Pfarrer Harald Marks verabschiedet

Am Sonntag, dem 31. Januar, wurde Harald Marks als Pfarrer der Auferstehungsgemeinde verabschiedet. Zeitgleich begann für ihn die Zeit des Ruhestands. Da aus Gründen der Pandemie nur 40 Personen in die Kirche eingelassen werden durften, wurden zwei Gottesdienste geplant. Diese waren jedoch schon lange vorher ausgebucht, sodass für den Nachmittagsgottesdienst zusätzlich ein livestream angeboten wurde. Da sich der Link hierfür kurzfristig geändert hatte und viele, die es wollten, die Übertragung nicht erreichten, sei hier noch einmal der richtige Link genannt, unter dem man den Gottesdienst zumindest nachträglich noch anschauen kann: https://youtu.be/gijPQmp_pXc .

Im Vormittagsgottesdienst um 10 Uhr entpflichtete Pröpstin Karin Held Harald Marks offiziell von seinem Dienst als Pfarrer der EKHN. In ihrer Ansprache erinnerte sie an den beruflichen Werdegang von Harald Marks und würdigte seinen Dienst aus ihrer Sicht als Pröpstin. Ebenso sprach Philipp Hack ein Grußwort, stellvertretend für die Teamerinnen und Teamer in der Jugendarbeit. Musikalisch gestaltet wurde dieser Gottesdienst durch unseren Kantor Burkhard Engelke sowie die Solistin Julia Oesch.

Die musikalische Gestaltung des Nachmittagsgottesdienstes um 15 Uhr hatte das Ehepaar Margit und Ulrich Pietsch übernommen. Dekanin Schmidt-Hesse verabschiedete Pfarrer Marks in diesem Gottesdienst seitens des ev. Dekanates. Auch sie ging auf seinen beruflichen Werdegang ein und dankte für seine Mitarbeit auf Dekanatsebene. Präses Carin Strobel sprach für den Dekanatssynodalvorstand.

Manuela Kruppert-Helm würdigte seitens des Kirchenvorstands die Dienstzeit von Pfarrer Marks in unserer Gemeinde mit einer sehr persönlich gestalteten Ansprache. Sie blickte zurück auf die vielen Jahre und wünschte für die Zukunft Gottes Segen.
Ein weiteres Dankeswort sprach Kerstin Trümper für das Team des Minigottesdienstes. Kirsten Petrich und Gemeindereferentin Susanne Sturm sprachen in Vertre- tung der katholischen Heilig-Geist Gemeinde. Sie dankten Harald Marks vor al- lem für sein vielfältiges ökumenisches Engagement.

In beiden Gottesdiensten hielt Pfarrer Marks die Predigt. In Anlehnung an einen Abschnitt aus Matthäus 11 sprach er, von dem alten Bild des (Ochsen)Joches ausgehend, über die Belastungen, die Menschen immer wieder zu tragen haben. Er machte jedoch – auch mit dem Hinweis auf sein eigenes Erleben – Mut, darauf zu vertrauen, dass wir dieses Joch nicht allein zu tragen haben. Derjenige, der es mit uns trägt, ist Jesus Christus. Auch er, so führte es Pfarrer Marks aus, hatte sein eigenes Joch zu tragen, bis hin zum bitteren Tod am Kreuz. Darum kennt er unsere Lasten und all die Schattenseiten und die Schäbigkeiten des Alltags, die uns umgeben. Er weiß um unsere Not und lässt uns darin nicht allein. Er will uns erquicken. Er ist bereit mit uns zu gehen und uns beim Tragen unseres (Lebens)Jochs beizustehen, uns zu helfen und uns zu entlasten.

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Leider konnte diese Verabschiedung pandemiebedingt nur in einem kleinen Rahmen stattfinden. Ein anschließender Empfang und eine Begegnung außerhalb des Gottesdienstes waren nicht möglich.
Blicken wir noch einmal kurz in die Vergangenheit: Während des damaligen Bewerbungsverfahrens auf die freigewordene Pfarrstelle I der Auferstehungsgemeinde im Jahr 2001 eilte dem Bewerber Harald Marks der Ruf voraus, er sei ein Pfarrer, der immer wieder einmal Stelle und Aufgabengebiet wechseln würde. In der Auferstehungsgemeinde ist er jedoch 19 Jahre lang geblieben. Dies war eine lange Zeit. Sicher ist sie auch ein Ausdruck dafür gewesen, dass Harald Marks sich in der Gemeinde sowie bei den Menschen in Arheilgen wohlgefühlt hat.

Den Dienst eines Pfarrers in wenigen Worten zu würdigen ist schwierig. Man steht in der Gefahr, sich in Kleinigkeiten zu verlieren oder aber auch Wichtiges zu vergessen. Dennoch der Versuch einer kurzen Zusammenfassung: Die Auferstehungsgemeinde dankt Pfarrer Marks für viele schön gestaltete Gottesdienste, interessante und zum Nachdenken anregende Predigten sowie für sein vielfältiges Engagement im Bereich der Seelsorge und des Gemeindelebens. Prägend für seine Arbeit waren seine Offenheit – nicht nur gegenüber seinen Gemeindegliedern, seine Bereitschaft Neues auszuprobieren und der Versuch, auch diejenigen zu integrieren, die der Gemeinde noch fernstanden. Wichtig war es Pfarrer Marks, Menschen zur Mitarbeit zu bewegen und sie dabei zu unterstützen. Ökumene in Arheilgen zu leben und den Kontakt zum Arheilger Gemeinwesen z. B. in Form der Kerbgottesdienste zu fördern, waren ihm ein wichtiges Anliegen.

Die Auferstehungsgemeinde verabschiedet sich von einem ihrer Pfarrer und freut sich, dass Harald Marks, der seinen Ruhestand in Arheilgen verbringen wird, der Auferstehungsgemeinde als Gemeindeglied weiterhin verbunden bleiben wird.