Die Orgeln

HauptorgelChororgel

Hauptorgel

Die Hauptorgel

Die Hauptorgel der Auferstehungskirche wurde 1970 durch die Firma Karl Schuke (Berlin) auf der Empore errichtet. Das Werk mit 26 Registern auf zwei Manualen (Oberwerk/Rückpositiv) und Pedal lehnt sich in der Disposition, im Klangbild und in der Werkanlage an Orgeln des norddeutschen Barock an. Spiel- und Registertraktur sind mechanisch.

Die architektonische Gestaltung der Orgel fügt sich harmonisch in den Kirchenraum ein. Der Werkaufbau der
Orgel ist deutlich erkennbar: im Vordergrund das Rückpositiv, dahinter das Hauptwerk und vom Kirchenschiff aus nicht sichtbar befindet sich das Pedal hinter dem Hauptwerk.

Das mechanische Werk verfügt über einen Spielschrank, dessen zwei Manuale (Umfang C – g3) schwarze Unter-, und weiße Obertasten besitzen. Das Pedal hat den Umfang C – d1. Die elektrischen Registerschalter befinden sich auf beiden Seiten der Tastaturen. Die Normalkoppeln II-I, I-P, II-P, die auch mit Hilfe von Pistons benutzt werden können, und ein Tremulant für das 1. und 2. Manual bilden die Spielhilfen der Orgel. Zusätzlich hat die Orgel zwei freie Kombinationen um schnelle Registerwechsel zu ermöglichen.

1999 wurde die Orgel im Zuge einer Reinigung neu intoniert und mit einer historischen Temperatur versehen. Bei der Neuintonation wurde versucht sich dem „vocalen“ Klangbild der norddeutschen Barockorgel um Arp Schnitger (1648 – 1719) so weit wie möglich zu nähern. Vor dem Hintergrund der Annahme, dass Johann Sebastian Bach den Dur-Dreiklang als Abbild der Dreieinigkeit wie eine „Trias harmonica perfecta“ behandelt haben könnte, hat Herbert Anton Kellner 1976 eine „Rekonstruktion“ der „wohltemperierten Stimmung Johann Sebastian Bachs“ mit fünf „wohltemperierten“ und sieben reinen Quinten veröffentlicht. Burkhard Engelke hat diese Stimmung modifiziert, um sie den Stimmungen im norddeutschen Orgelbau (z. B. Werckmeister III) anzugleichen. Nunmehr eignete sich die Hauptorgel der Auferstehungskirche aufgrund ihrer Disposition, Intonation und Stimmung exemplarisch für die Darstellung barocker Orgelmusik von Sweelinck, Buxtehude bis Bach.

Oberwerk (II) Rückpositiv (I) Pedal (P)
Prinicipal 8′ Gedackt 8′ Untersatz 16′
Spillpfeife 8′ Quintadena 8′ Principal 8′
Octave 4′ Prinicipal 4′ Gedackt 8′
Gemshorn 4′ Rohrflöte 4′ Hohlflöte 4′
Nassat 2 2/3′ Waldflöte 2′ Schweizerpfeife 1′
Octave 2′ Quinte 1 1/3′ Hintersatz 5fach
Blockflöte 1′ Sesquialtera 2fach Posaune 16′
Mixtur 4-6fach Scharff 3-5fach Schalmei 4′
Trompete 8′ Trichterregal 8′
Tremulant Tremulant
Koppel:
II/I; I/P; II/P
Cimbelstern

Chororgel

Die Chororgel der Auferstehungskirche wurde 1965 durch die Firma Karl Schuke (Berlin) erbaut. Das Werk mit einem Manual und Pedal umfasst sechs Register: Gedackt 8′, Flöte 4′, Prinzipal 2′, Flöte 1′, Cymbel 2-3fach, Subbaß 16′, Koppel Manual/Pedal. Im Zuge der neuen Stimmung und Intonation der Hauptorgel bekam die Chororgel 1999 dieselbe Stimmung wie die Hauptorgel.